Home » Universität Zittau – lernen mit Tradition

Universität Zittau – lernen mit Tradition

Die heutige Universität in Zittau und Görlitz wurde im Jahr 1992 gegründet, genauer gesagt am 13. Juli 1992. Als „Hochschule für Technik, Wirtschaft und Sozialwesen Zittau/Görlitz“ besteht sie am Oberlausitzer Doppelstandort Görlitz und Zittau.

Beim Thema Bildung hat die Stadt Zittau eine jahrhundertealte Tradition aufzuweisen. Bereits im 17. Jahrhundert wurde der Grundstein zur „Zittauer Schule“ auf Betreiben des Zittauer Bürgers Christian Weise gelegt. Christian Weise war Schriftsteller, Dramatiker und Pädagoge. Er studierte an der Universität Leipzig und wurde 1678 als Rektor ans Zittauer Gymnasium berufen. Der Geist der Zittauer Erziehungskunst wurde im 18. Jahrhundert über die „Zittauer Schule“ verbreitet.

1836 bestand die Möglichkeit, durch die starke wirtschaftliche Stellung Sachsens, eine königlich-sächsische Gewerbeschule zu errichten. Aus dieser entwickelten sich später die Baugewerkeschule, eine höhere Handelsschule, welche das Recht besaß, Ingenieurpatente zu verleihen, und die Tiefbau- und Hochbauschule. Überregionale Anerkennung fand die 1951 gegründete Ingenieurschule für Energiewirtschaft. Im Jahre 1969 wurden diese Absolventen von der neu gegründeten Ingenieurhochschule Zittau übernommen. Die Fachbereich Energieumwandlung, Betriebswirtschaft, Kraftwerksanlagen und Elektroenergieversorgung kamen hinzu und wurden aufgebaut. Übrigens wurde von 1979 bis 2005 hier der Zittauer Lehr- und Forschungsreaktor betrieben, der mit seinen zehn Watt vor allem für Ausbildungs- und Lehrzwecke verwendet wurde.

Aus der Ingenieurschule wird eine Technische Hochschule

Das war im Jahr 1988. Grund dafür war das bestehende Modell einer praxisorientierten Zugangsberechtigung für Hochschulen und die postgraduale Weiterbildung bis zur Promotion. Wer eine außergewöhnliche Sachkunde aufweisen konnte, hatte die Möglichkeit, an der Technischen Hochschule zu promovieren und mit einem Doktor oder der Habilitation abzuschließen.

Im Jahre 1992 war es dann soweit – die heutige Hochschule Zittau/Görlitz wurde gegründet. Damit wurde das Spektrum der Ausbildung stark erweitert. Vor allem auf die Forschung wurde hier, wie schon in der gesamten Geschichte der Universität, der Fokus gelegt. Zahlreiche Forschungseinrichtungen und Forschungslabore bestehen in der Universität Zittau. Bei der Gründung wurden auch Einrichtungen der ehemaligen Offiziershochschule der Landstreitkräfte Ernst Thälmann in den Campus übernommen. Eine Besonderheit der Hochschule Zittau ist der Studiengang Kommunikationspsychologie, der in Deutschland einzigartig ist.

Ein wesentlicher Schritt für die Euroregion Neiße wurde durch die Gründung des Internationalen Hochschulinstitutes Zittau getan. Die Zusammenarbeit zwischen der TU Freiberg, der Wirtschaftsuniversität Breslau, der Schlesischen Technischen Universität, der Technischen Universität Liberec und der Hochschule Zittau hat zum Entstehen der IHI beigetragen. Außerdem ist die Hochschule Zittau gemeinsam mit der Technischen Universität Wroclaw und der Technischen Universität Liberec der Initiator der Neisse University, welche ein länderübergreifendes Studium anbieten. Unterrichtet wird ausschließlich in Englisch, der Studienort wechselt im Jahresrhythmus.